watson vom 2. November 2016: «Verstoss gegen Grundregeln: ‘An’nur-Moschee droht Ausschluss aus islamischem Dachverband’»

deradVIOZ engagiert sich seit mehreren Jahren mit viel Engagement in Zusammenarbeit mit den Behörden und innerhalb der islamischen Gemeinschaften für Lösungen die den verschiedenen Arten von Radikalisierung entgegenwirken.
Hierzu gehörten bislang u.a. innerhalb der muslimischen Gemeinschaften Informationen für Moscheen mit konkreten Handlungsempfehlungen und Behördenkontakten, Workshops innerhalb der Moscheen für deren Leitungen und für muslimische Jugendliche die das Thema Radikalisierung theologisch, fachlich und praktisch behandeln, sowie die konkrete Zusammenarbeit  mit Sicherheitsbehörden um unsere Gesellschaft, insbesondere unser aller Kinder, vor Gefahren und irrsinnigen Schritten zu schützen.

Imam Muris Begovic erörtert vor diesem Hintergrund die neusten Ereignisse die An’Nur Moschee betreffend.

“Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen vier Personen aus dem Umfeld der An’nur-Moschee eröffnet. Eine der beschuldigten Personen, der Prediger der Moschee, soll zum Mord an Muslimen aufgerufen haben. 
Vier weitere wurden von der Kantonspolizei wegen Verdacht auf Verstösse gegen das Ausländergesetz verhaftet. Wie es mit der Moschee weitergeht und wie gegen Radikalisierung vorgegangen werden soll, erklärt Muris Begovic von der Vereinigung für Islamische Organisationen in Zürich (VIOZ) im Interview. […]

„[…] Wir haben bereits bei den ersten Zwischenfällen in und um die Winterthurer Moschee den intensiveren Kontakt gesucht. Wir dachten, wir seien dabei auf gutem Weg gewesen. Die heutigen Schlagzeilen zeigen das Gegenteil. Sollten die Vorwürfe stimmen, werden wir die Moschee ausschliessen. Dies widerspricht unserer Grundsatzerklärung. Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Organisationen gegen die Verbreitung radikaler Tendenzen vorgehen. […] Wir können und dürfen uns nicht in die Tagesgeschäfte beziehungsweise Entscheidungskompetenzen der Moscheevereine einmischen. Dafür haben wir keine Kompetenz und auch keine Ressourcen. Wir können sie aber dabei unterstützen, das Problem der Radikalisierung zu thematisieren, klare Ordnung und Regeln in und um die Moschee aufzustellen, Kontakt zu unbekannten Besuchern herzustellen und bei allfälligen Auffälligkeiten entsprechende Institutionen zu kontaktieren. Der Wille dazu muss aber von den Vereinen selbst kommen. […]“

Den ganzen Artikel finden Sie hier.
Quelle: watson.ch, 02.11.2016
Bildquelle: Screenshot watson.ch vom 02.11.2016, Screenshot VIOZ Deradikalisierungs-Workshop