Tages Anzeiger vom 29. Februar 2016: «Hardliner-Imam in Zürich wieder aktiv»

“Hell, grosszügig, modern: Der Moscheebau in Volketswil ist das sichtbare Kontrastprogramm zu den Hinterhof­moscheen.
Im Iman-Zentrum beten Muslime aus aller Herren Länder: Männer aus Marokko, Ägypten, Syrien und Saudiarabien ebenso wie aus Pakistan, Eritrea und Mazedonien. […] Scheich Youssef Ibram predigt über den wahren Glauben – auf Arabisch, dann auf Deutsch: «Gläubig sind jene, die an Allah und seinen Gesandten glauben.»

“[…] Gegenüber der welschen «Coop-Zeitung» sagte er damals, weil Teil der Scharia, könne er nicht gegen die Steinigung von Ehebrecherinnen sein. Sein Nachtrag, die Scharia gelte nicht in der Schweiz, vermochte die Wogen der Empörung nicht zu glätten. Im Kantons- und Gemeinderat kam es zu Interpellationen. Ibram verliess Zürich.
Für Mahmoud El Guindi, Präsident der Vereinigung ­Islamischer Organisationen Zürich, ist Ibrams Aussage, obwohl akademisch gemeint, ein fataler Fehler gewesen.
Der Imam fühle sich als Opfer der Medien.”

“[…] In der zweitgrössten Moschee der Schweiz betont man das gute Einvernehmen mit Behörden und Polizei. Die Fachstelle Brückenbauer der Kantonspolizei bestätigt, mit den Verantwortungsträgern des Iman-Zentrums in Kontakt zu sein, auch mit Youssef Ibram. «Wie pflegen sowohl zu umstrittenen wie zu nicht umstrittenen Exponenten den Kontakt.» Das Iman-Zentrum ist laut Sprecher Kientzler über eine eigene Stiftung allein mit Spenden finanziert. Es gebe keine staatlichen Zuschüsse oder Gelder von ausländischen Staaten, auch nicht von Saudiarabien.”

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Quelle: tagesanzeiger.ch, 29.02.2016