Tages Anzeiger vom 1. März 2016: «Vertreter der Muslime nehmen umstrittenen Imam in Schutz»

Die Vizepräsidentin der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich, Belkis Osman, nimmt Stellung zur Debatte um den Imam der Volketswiler Moschee und weist auf den Vorteil einer öffentlich-rechtlichen Anerkennung der muslimischen Gemeinschaften hin. Ein Anliegen, dass auch seitens der Politik ernst genommen wird.

“[…] Belkis Osman besucht hin und wieder die Moschee in Volketswil und die Predigten von Ibram. Sie ist die Vizepräsidentin der Vereinigung der Islamischen Organisationen Zürich, des Dachverbands der Zürcher Moscheevereine. Sie sagt, sie habe den Imam dort als eher ­gemässigt erlebt. […] Einen Einfluss auf den verantwortlichen Moscheeverein in Volketswil habe sie nicht, sagt Osman. Und es sei nicht die Aufgabe der Dachorganisation, sich in die Entscheide der Moscheeleitung einzumischen. So oder so sei ihre Organisation dafür zu klein, weder die Struktur noch der entsprechende Auftrag vorhanden. Das wäre anders, sagt sie, wenn der Islam vom Staat als Religionsgemeinschaft anerkannt würde. Das fordert die Dachorganisation der Moscheen. Sie will ebenfalls, dass sich Imame in der Schweiz ausbilden können.[…]

Doch inzwischen sind sich Politiker von der Mitte bis links einig, dass es wieder diskutiert werden muss. CVP-Kantonsrat Jean-Philippe Pinto, ebenfalls ­Gemeinderat in Volketswil, sagt: «Durch den grossen Zuwachs der Muslime in der Schweiz wird sich der Staat mit dieser Frage wieder auseinandersetzen müssen.» […] Für SP-Kantonsrätin Céline Widmer drängt sich eine Diskussion um die Anerkennung des Islam immer mehr auf. Sie sitzt mit Pinto in der Kommission für Staat und Gemeinden des Kantonsrats. Widmer sagt: «Wenn der Islam eine staatlich anerkannte Religion wäre, könnte man die gemässigten Kräfte darin stärken.» Es müsse das Ziel sein, den fortschrittlichen Islam mehr zu integrieren.”

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Quelle: tagesanzeiger.ch, 01.03.2016