reformiert.info vom 9. September 2016: «Zwischenrufe in der Burka-Debatte»

“Religiöse Stimmen entschleiern ihre Positionen zur Burka-Debatte. Simple Ja oder Nein gibt es nicht, dafür interessante Überlegungen zu dem Problem der Ganzkörperverhüllungen in einer offenen Gesellschaft. […]”
Auch VIOZ Präsident Mahmoud El-Guindi äussert sich zur aktuellen Debatte.
” […] Muslime selbst stellen klar: Ins schwar­ze Tuch der Burka ist keine re­ligiöse Bedeutung eingewebt (siehe Interview unten). Der Präsident der Vereinigung Islamischer Organisationen in Zürich (VIOZ), Mahmoud El Guindi, sagt denn auch, dass er eigentlich die falsche Adresse sei, um über die Debatte zur Burka Auskunft zu geben: «Hier dreht es sich um Politik und nicht um Religion.» Und ihm sei es ein besonderes Anliegen, die Trennung von Staat und Religion in der Schweiz zu akzeptieren.

Als Privatmann äussert er sich dennoch: «Treffend hat einmal jemand festgestellt: Das Burkaverbot ist so unnötig, wie wenn wir den Walfang im Zürich­-
see verbieten würden.» Dass in der mitt­lerweile international geführten Debat­te auch die Schweiz aufgesprungen sei, verwundere ihn ein wenig. Hier wohnten kaum muslimische Frauen, die Vollschlei­er wie Burka oder Niqab tragen. Touristinnen aus der Golfregion hingegen seien von der Geschäftswelt in der Zürcher Bahnhofstrasse oder in Interlaken wegen ihres dicken Portemonnaies wohlgelitten. Hinter der Diskussion vermutet El Guindi eine Stellvertreterdebatte, die den Vollschleier zum Vorwand nimmt, um ein Unbehagen gegenüber dem Islam zum Ausdruck zu bringen. […]”

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Quelle: reformiert.info, 09.09.2016
Bildquelle: Screenshot reformiert.info vom 09.09.2016