Limmattaler Zeitung vom 26. November 2019: «Religionsgemeinschaften: Streit um Anerkennung von Muslimen»

Staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften haben gegenüber nicht anerkannten einen grossen Vorteil: Sie erhalten Geld vom Staat. Damit können sie professionelle Strukturen aufbauen und soziale, kulturelle sowie Bildungsaufgaben übernehmen.[…] So hat der Zürcher Kantonsrat 2018 einen Rahmenkredit von 300 Millionen Franken für Tätigkeiten der fünf anerkannten Religionsgemeinschaften im Zeitraum 2020 bis 2025 bewilligt. Hinzu kommen Kirchensteuern.

Die hierzulande drittgrösste Religionsgemeinschaft, jene der Muslime, geniesst jedoch keine staatliche Anerkennung. Dies, obwohl es rund 100’000 Muslime im Kanton Zürich gibt. Zum Vergleich: Die katholische Kirche zählt im gleichen Kanton 387’325 Mitglieder. […]

«Eine mögliche Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften wird nicht bestritten», sagte Edith Häusler (Grüne, Kilchberg). Das sähen auch die bereits anerkannten Körperschaften so.
Shella Kertész, die scheidende Präsidentin der israelitischen Cultusgemeinde, bekräftigte: «Uns geht es nicht immer nur um die Religion. Es geht auch um das menschliche Zusammenleben. Wir sind alle mit den gleichen Problemen und Aufgaben konfrontiert.» Sowohl die anerkannten als auch die nicht anerkannten Religionsgemeinschaften würden wichtige Funktionen erfüllen, etwa im Asylbereich, meinte Manuel Sahli (AL, Winterthur). […]”

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Quelle: limmattalerzeitung.ch, 26.11.2019
Bildquelle: Screenshot von limmattalerzeitung.ch vom 26.11.2019