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Kirchenbote Online vom 13. Mai 2019: «Die Kirche hat ihr Wächteramt wahrgenommen»

“Regierungsrätin Jacqueline Fehr ist auch in der neuen Legislatur für die Beziehungen des Staats zu den Kirchen und Religionsgemeinschaften im Kanton Zürich verantwortlich. Im Interview sagt sie, warum die Kirche ihre Bedeutung nicht an den Mitgliederzahlen festmachen sollte und wie sie mit muslimischen Gemeinschaften verbindlich zusammenarbeiten will. […]

Religionsgemeinschaften sind in meinem Verständnis keine Vereine wie eben Fussballclubs. Sie haben eine umfassendere Aufgabe und auch Bedeutung. Ihr Verhältnis zum Staat ist dabei zentral. Denn Religionsgemeinschaften standen im Laufe unserer Geschichte immer auch in Konkurrenz zum Staat, wenn es um die Organisation des öffentlichen Lebens ging. Und sie tun das an vielen Orten der Welt noch heute, Stichwort Gottesstaaten. Deshalb wollen wir transparente und verbindliche Beziehungen zu den Religionsgemeinschaften. Wir wollen also auf der einen Seiten wissen, was in religiösen Zentren passiert. Und auf der anderen Seite müssen wir bereit sein, die gesamtgesellschaftlichen Leistungen, die diese Gemeinschaften erbringen, abzugelten. Das ist ein Gebot der Fairness zwischen den anerkannten und den nicht-anerkannten Religionsgemeinschaften. […] Es sollen die gleichen Spielregeln gelten, wie bei den anerkannten Gemeinschaften: Wenn sicher ist, dass nicht missioniert wird und wenn alle Menschen willkommen sind, spricht nichts dagegen. Muslimische Gemeinschaften oder auch die orthodoxen Kirchen leisten gerade im Integrationsbereich viel. Allerdings braucht es für eine kontinuierliche Unterstützung auch entsprechende rechtliche Grundlagen. Wie erwähnt, prüfen wir, welche gesetzlichen Möglichkeiten bestehen oder allenfalls zu schaffen sind. […]”

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Quelle: kirchenbote-online.ch, 13.05.2019
Bildquelle: Screenshot von kirchenbote-online.ch vom 13.05.2019