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ref.ch vom 9. November 2016: «Moscheen sollen Finanzen transparent machen»

Der Zürcher Dachverband der Islamischen Organisationen (VIOZ) hat den An’Nur-Verein nach der Razzia letzte Woche in der Winterthurer Moschee suspendiert. VIOZ-Präsident Mahmoud El Guindi erklärt im ref.ch Interview warum.

Warum hat Ihr Verband nicht gleich die Mitgliedschaft sistiert?
Auch hier gilt zuerst die Unschuldsvermutung. Wir wollen nicht vorverurteilen, bevor die Gerichte nicht entschieden haben. Sollten sich aber die bisherigen Anschuldigungen bestätigten, bieten unsere Statuten die Grundlage, um die VIOZ-Mitgliedschaft endgültig aufzukündigen. Anderseits sind wir offen, wenn die islamische Gemeinschaft An’Nur in Winterthur eine Kurskorrektur wünscht, um ihr bei der Suche eines neuen Imams zu helfen. […] Unser Ziel ist es, Menschen, die radikalen Ansichten zuneigen, wieder auf den richtigen Weg zurückzubringen. Wir sind nicht die Religionspolizei, sondern verfolgen als Dachverband einen pädagogischen Auftrag. […]

Nun hat am Montag die NZZ geschrieben: «In der Schweiz entsteht mit finanzieller Unterstützung aus dem Ausland ein weitverzweigtes Netz undurchsichtiger Moscheen.»
Undurchsichtig sollen Moscheen nicht sein. Es ist mir ein Anliegen, dass die Finanzströme der einzelnen Moscheen transparent gemacht werden. […] Wenn die muslimischen Religionsgemeinschaften öffentlich-rechtlich anerkannt wären, hätte man mehr finanzielle Mittel zur Verfügung und müsste sie nicht im gleichen Ausmass im Ausland beschaffen. Wer den Geldhahn vom Ausland zudrehen möchte, der kann nicht erwarten, dass wir die ganzen Aufwendungen für eine grosse öffentliche Gemeinschaft nur aus Spenden generieren. […]”

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Quelle: ref.ch, 09.11.2016
Bildquelle: Screenshot von ref.ch vom 09.11.2016