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Limmattaler Zeitung vom 8. April 2017: «Markus Notter über Rassisten, Opfer und Migranten: „Fakten sind die beste Waffe“»

Bereits in früheren Medienkommunikationen wies die VIOZ auf die 2016 stark gestiegene Zahl der Anfeindungen und Übergriffe auf Muslime hin. Nun äussert sich Alt Regierungsrat Markus Notter, Präsident der GMS Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz zu dieser Entwicklung und hält fest, „[…] dass es sich in Frieden und Freiheit nur leben lässt, wenn die Rechte von Minderheiten respektiert und geschützt werden. […]“

Wo fängt Rassismus an?
Gegenüberstellungen wie «Wir» und «Die», Verallgemeinerungen wie «alle Fahrenden» und Gleichsetzungen wie Flüchtling gleich Muslim gleich gefährlich oder auch die Normalisierung von Diskriminierungen im Sinne von: «Ist doch kein Wunder, dass…» sind gerade in den Online-Debatten oft anzutreffen und signalisieren Formen von potenziellem Rassismus. […]

Was sind die Gründe für Rassismus?
Rassismus ist eine Ideologie der Unterdrückung und wurde in neuerer Zeit im Zuge des Kolonialismus und Sklavenhandels hervorgebracht. Er fusst auf einer scheinbaren «Rangordnung» von Menschen, die von biologischen oder von kulturellen «Kriterien» unterlegt ist. Rassistische Argumentationen dienen deshalb dazu, Machtverhältnisse zu legitimieren. Sie sichern Privilegien der Mehrheitsgesellschaft. […] 

Die GMS und die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) erhielten fast täglich Nachrichten von Opfern rassistischer Vorfälle oder Hinweise auf fremdenfeindliche Verstösse.
(Alt Regierungsrat Markus Notter, Präsident der GMS Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz)

Zugenommen haben in den letzten Jahren sicherlich die anti-muslimisch motivierten Zwischenfälle.
Auch die Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich berichtet, dass die Anzahl anti-muslimischer Zwischenfälle 2016 erneut gestiegen ist.
Auch Juden, Fahrende oder Asylbewerber sind nach wie vor die Zielscheibe. Das Feindbild wandelt sich vielleicht mit der Zeit, aber am Ende geht es immer um den Hass auf das Andere, Unbekannte und Schwache. […]

GRA und GMS konnten keine geschlechterspezifischen Unterschiede bei den Opfern feststellen. Bezüglich dunkelhäutigen Betroffenen muss die «Racial Profiling»-Debatte erwähnt werden. Damit gemeint sind alle Formen von diskriminierenden Personen- und Fahrzeugkontrollen gegenüber Personengruppen, welche von den Polizisten als ethnisch oder religiös «andersartig» wahrgenommen werden. Davon betroffen sind auch Personen aus der Balkanregion, insbesondere Roma, sowie aus arabischen Ländern und Muslime. […]“

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Quelle: limmattalerzeitung.ch, 08.04.2017
Bildquelle: Screenshot von limmattalerzeitung.ch vom 08.04.2017