Amnesty vom 18. August 2018: «Dialog und Aufklärung – die besten Waffen gegen Antisemitismus»

“Antisemitische Vorfälle haben in der letzten Zeit wieder zugenommen – auch in der Schweiz und besonders in den sozialen Medien. Antisemitismus zeigt sich vielfältig und hat sehr unterschiedliche Ursachen. […]

Der Dialog mit der muslimischen Gemeinschaft in der Schweiz ist uns besonders wichtig, gerade weil Antisemitismus unter manchen Musliminnen und Muslimen ein Fakt ist, den wir weder verschweigen noch aufbauschen wollen. Und ganz sicherlich wollen wir nicht, dass rechtsradikale Gruppierungen den Antisemitismus bei MuslimInnen dazu nutzen, um gegen diese hetzen zu können.
Es geht überhaupt nicht an, dass eine Minderheit gegen eine andere ausgespielt wird. Wir sprechen mit der muslimischen Gemeinschaft, wir gehen auf sie zu und versuchen zusammen gegenseitige Vorurteile abzubauen.
Dass dies sehr gut funktionieren kann, zeigt die Zusammenarbeit des Imams Muris Begovic und des Rabbiners Noam Hertig, die für ihre hervorragenden Projekte in diesem Bereich mit dem Dialogpreis der Schwei- zer Juden ausgezeichnet wurden.

Trotz vieler Probleme blicken wir nicht angstvoll in die Zukunft. Wir verschliessen uns auch nicht vor anderen Gemeinschaften, sondern gehen mit offenen Armen auf sie zu.
Dialog und Aufklärung führen zu gegenseitigem Respekt. Und gegenseitiger Respekt führt zu einem friedlichen Zusammenleben aller Menschen.”

Den ganzen Artikel finden Sie hier (Seite 30 & 31).

Quelle: amnesty.ch, 18.08.2018
Bildquelle: Screenshot von amnesty.ch vom 18.08.2018