Neuigkeiten

Aargauer Zeitung vom 8. Januar 2017: «Verunsicherte Muslime fühlen sich von den Behörden im Stich gelassen»

VIOZ Präsident Mahmoud El-Guindi im Interview mit der Aagauer Zeitung vom 8. Januar 2017 über die Situation der muslimischen Gemeinden nach dem Attentat auf eine Zürcher Moschee vor 3 Wochen.

„Die Schüsse in der Moschee an der Zürcher Eisgasse hallen nach. Die Verunsicherung in der somalischen Gemeinde ist gross. Eine umstrittene Idee könnte helfen.
Die Wunden sind noch nicht verheilt. Zwei Opfer von Manuel O. liegen weiterhin im Spital, weil sie am 19. Dezember in der Moschee an der Eisgasse in Zürich von Schüssen getroffen wurden. Erwischt hatte es auch den Imam. Er erholt sich zur Zeit in einer Rehaklinik von seinen Verletzungen. Dies sagt Mustafa Bashir Gobdon, Leiter des somalischen Kulturvereins in Zürich, auf Anfrage.

Es bräucht eine zentrale Moschee für alle Muslime in Zürich. Die könnte man dann auch besser schützen.
(Dr. Mahmud El-Guindi, VIOZ)

«Warum gibt es Bilder vom Attentäter von Berlin, nicht aber vom Täter in Zürich?», fragt sich Gobdon. «Wir wissen nicht, was passiert ist. Das führt zu grosser Verunsicherung», sagt er. Unmittelbar nach der Tat verstärkte die Polizei ihre Präsenz vor Moscheen. […] Beim Projekt «Brückenbauer», das den Kontakt zu verschiedenen Gemeinschaften sucht, häuften sich nach dem Vorfall vom 19. Dezember die Anfragen. Auch die Somalier von der Eisgasse haben einen Termin beim Brückenbauer. […]

Solidaritätsbekundungen erhielt die Gemeinde der somalischen Muslime auch aus der reformierten Kirche. Stadtpräsidentin Corine Mauch wandte sich zudem doch noch mit einem Brief an sie.
«Jetzt spüren wir die Unterstützung», sagt Mahmoud El Guindi. Der Präsident des Dachverbands der Zürcher Muslime (VIOZ) sagt, es sei schwierig, die rund vierzig muslimischen Gebetsräume in Zürich zu schützen. Er bringt darum eine alte Idee ins Spiel. «Es bräuchte eine zentrale Moschee für alle Muslime in Zürich. Die könnte man dann auch besser schützen», sagt er und fügt gleich an. […]“

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Quelle: aargauerzeitung.ch, 08.01.2017
Bildquelle: Screenshot von aargauerzeitung.ch vom 08.01.2017