Tele Top vom 16. Februar 2018: «Positive Bilanz des Pilotprojekts mit muslimischen Seelsorgern»

“Der Einsatz von muslimischen Seelsorgern im Bundesasylzentrum hat sich bewährt. Diese seien zu «Brückenbauern» zwischen den Herkunftsländern und der Schweiz geworden. Ein entsprechendes Pilotprojekt wird deshalb bis Ende Juni 2018 verlängert.

Sowohl aus Sicht der Asylsuchenden, als auch der Mitarbeitenden in der Betreuung und der christlichen Seelsorger bringe die muslimische Seelsorge einen klaren Mehrwert, teilte das SEM am Freitag mit. Dies habe ein Bericht des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft (SZIG) der Universität Freiburg ergeben.

Neben der Rolle als Brückenbauer zwischen den Kulturen hätten die muslimischen Seelsorger auch ein offenes, humanistisches Verständnis des Islam vermittelt. In Zürich wurde die Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) mit der Durchführung des am 1. Juli 2016 gestarteten Projektes betraut.

Zwar habe sich das Anforderungsprofil für die muslimischen Partnerorganisation und die Seelsorger bewährt, hiess es weiter. Doch damit die muslimische Seelsorge auch in anderen Bundesasylzentren auf- oder ausgebaut werden könne, brauche es den Dialog mit weiteren muslimischen Partnerorganisationen.

Diese seien unterschiedlich gut organisiert und verfügten nicht über die gleiche Legitimation, wie die Landeskirchen. Doch in verschiedenen Kantonen könnte auf Erfahrungen bei der Zusammenarbeit von staatlichen Einrichtungen, den Landeskirchen und den Muslimen zurückgegriffen werden.

VIOZ-Vizepräsidentin Belkis Osman sagte vor den Medien, sie fühle sich integriert und habe das in der Seelsorge weitergeben können. Zudem sei eine weibliche Seelsorgerinnen für die Frauen wichtig.

Der interreligiöse Dialog führe zu Konfliktvermeidung und trage zum besseren Miteinander in Asylzentren bei, konstatierte Simon Röthlisberger, der Migrationsverantwortliche beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK). […]”

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Quelle: toponline.ch, 16.02.2018
Bildquelle: Screenshot von toponline.ch vom 16.02.2018