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reformiert.info vom 23. Mai 2019: «Lernbereitschaft und Gestaltungswillen»

“Regierungsrätin Jacqueline Fehr bleibt für das Verhältnis des Staats zu den Kirchen zuständig. Sie sucht eine verbindliche Zusammenarbeit mit den Muslimen und verlieh dem Reformationsjubiläum wichtige Impulse. […]

Wie eine Lerngeschichte liest sich auch Fehrs Religionspolitik seit ihrem Amtsantritt 2015. Verbunden mit einem starken Gestaltungswillen. Mit Religionsgemeinschaften will sie eine verbindliche Form der Zusammenarbeit finden. Doch zum Start stiess sie wichtige Gesprächspartner vor den Kopf. Nach Schlagzeilen, dass die Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (Vioz) von radikalen Kräften unterwandert werde, blieb sie der Feier zum 20-jährigen Bestehen fern.
«Für uns war die Absage ein halber Weltuntergang», sagt Vioz-Sekretär Muris Begovic. Die Direk­tion habe jedoch rasch den Kontakt gesucht. «Heute sind keine negativen Spuren präsent», sagt der Imam.
Als Meilenstein bezeichnet er die in Zusammenarbeit mit der reformierten und katholischen Kirche installierte Trägerschaft, welche die Qualität der muslimischen Seelsorge in öffentlichen Institu­tionen gewährleistet. Und in seinen Leitsätzen weise der Regierungsrat «richtigerweise auf den Handlungsbedarf be­züglich Seelsorge und Jugendarbeit hin». Begovic erlebt die Arbeit mit Fehr und ihrer Direk­tion jetzt «als eine Art Anerkennung».

Heute erklärt Fehr die Absage im Interview mit «reformiert.» damit, dass sie in einem Amt mit hoher Symbolkraft vorsichtig sein müsse, nicht instrumentalisiert zu werden. Sie wehre sich «gegen Versuche radikaler Kreise, Organisationen wie die Vioz zu unterwandern».

Einen nächsten Geburtstag würde sie «bedenkenlos» besuchen, weil sie Muslime unterstützen will, «die sich nicht in die Opferrolle flüchten, sondern unsere Gesellschaft mitgestalten möchten». Diese seien in der Vioz «eindeutig in der Mehrheit». […]”

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Quelle: reformiert.info, 23.05.2019
Bildquelle: Screenshot von reformiert.info vom 23.05.2019