NZZ vom 4. Juli 2016: «Pilotprojekt – Islamische Seelsorger für Asylbewerber»

«Pilotprojekt – Islamische Seelsorger für Asylbewerber»

“Der Bund testet in seinem Asylzentrum in Zürich ein interkonfessionelles Team, das sich um seelische Nöte der Flüchtlinge kümmert. Frühere Erfahrungen aus einem Projekt im Tessin waren positiv. […]

Drei muslimische Seelsorger, eine Frau und zwei Männer, teilen sich ein vom SEM finanziertes 70-Prozent-Pensum. Sie sind eingebunden in ein interkonfessionelles Team, dem auch zwei christliche Seelsorger angehören. Das Ziel ist nicht eine religiöse Segregation, im Gegenteil: Da meistens nur jemand aus dem Team anwesend ist, können sich muslimische Asylbewerber auch an die protestantischen und katholischen Betreuer wenden – oder christliche Flüchtlinge an islamische Seelsorger. «Die Bedürfnisse der Asylsuchenden sind ohnehin die gleichen, egal, welcher Religion sie angehören: Sie weisen oft tragische Lebensläufe auf, haben einen langen Weg hinter sich und eine unklare Zukunft vor sich», sagt Belkis Osman-Besler, Vizepräsidentin der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ).

Die VIOZ ist zuständig für die Umsetzung des Projekts. Die Vereinigung hat dem SEM die drei Seelsorger empfohlen, die auch die Kriterien eines von den Landeskirchen und vom SEM aufgestellten Kataloges erfüllen mussten. Der Kriterienkatalog richte sich nach den vom Justizvollzug des Kantons Zürich erlassenen Verfahrensbestimmungen für die Zulassung von Gefängnisseelsorgern, schreibt das SEM. Sowohl die VIOZ als auch die von ihr empfohlenen Einzelpersonen seien vom Nachrichtendienst des Bundes und SEM-intern geprüft worden. […]”

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Quelle: nzz.ch, 04.07.2016
Bildquelle: Screenshot nzz.ch 04.07.2016