30. Januar bis 1. Februar – UniZH: Wissenschaftliche Tagung «Normativität der Heiligen Schrift in Judentum, Christentum und Islam»

30Jan2017
01Feb2017

Ort: Grosser Seminarraum, KIR 200, Kirchgasse 9, 8001 Zürich

Kirchgasse 9, 8001 Zürich

Eine Veranstaltung des Instituts für Hermeneutik und Religionsphilosophie (UZH) und der Universität Paderborn.

«Normativität der Heiligen Schrift in Judentum, Christentum und Islam»

Im Judentum, im Christentum und im Islam spielt die Orientierung an »Heiligen Texten« eine zentrale Rolle.
War früher unstrittig, dass diese Texte aufgrund einer »Offenbarung« als direkt von Gott gegeben und als »Gottes Wort« verstanden werden können, ist seit der Aufklärung und der historisch-kritischen Methode die Normativität dieser Texte zumindest in den durch die Aufklärung geprägten theologischen Traditionen fraglich geworden.
Inwiefern können sich Glaubende an ihnen orientieren, ohne in einen »Offenbarungspositivismus« zu verfallen?
Warum und inwiefern können sich Religionen bei ihren gesellschaftlichen Äusserungen auf diese Texte aus der Vergangenheit beziehen?
Kann der historische Abstand überhaupt überbrückt werden, oder sind diese Texte nur noch aus »rein historischen«Gründen von Interesse?
Die Tagung will die gegenwärtige Schrifthermeneutik der drei großen monotheistischen Religionen unter der Fragestellung einer aufgeklärten Normativität darstellen und vergleichen.

Montag, 30. Januar 2017
14:30–14:45 Uhr: Begrüßung
14:45–16:15 Uhr: Die Heilige Schrift als Wort Gottes aus jüdischer Perspektive; Shimon Gesundheit (Jerusalem) 
16:15–16:45 Uhr: Kaffeepause
16:45–18:15 Uhr: Gott im Wort. Schrift und Offenbarung im Christentum; Ulrich H. J. Körtner (Wien)
18:15–20:00 Uhr: Zeit zum Abendessen
20:00–21:30 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag
»Der Qur’an spricht nicht«: Die Heilige Schrift und ihre Interpretation in feministischer Praxis;
 Juliane Hammer (Chapel Hill)

Dienstag, 31. Januar 2017
09:00–10:30 Uhr: Schrift (als) Prinzip. Zum Normativitätsanspruch religiöser Texte aus religionsphilosophischer Perspektive; Heiko Schulz (Frankfurt a. M.)
10:30–11:00 Uhr: Kaffeepause
11:00–12:30 Uhr: Scriptural Reasoning and Comparative Theology: New Interreligious Approaches to Scripture; Marianne Moyaert (Amsterdam)
12:30–14:30 Uhr: Zeit zum Mittagessen
14:30–16:00 Uhr: Suchendes Lesen. Normativität durch rezeptionsästhetische Methoden der Bibelinterpretation; Ruben Zimmermann (Mainz)
16:00–16:30 Uhr: Kaffeepause
16:30–18:00 Uhr: 
Kanon im Kanon? – Herausforderungen einer koranischen Theologie; Zishan Ghaffar (Münster)
18:00–20:00 Uhr: Zeit zum Abendessen
20:00–21:30 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag
»Wende sie hin, wende sie her, denn alles ist in ihr« (Awot 5,22): Neue Diskursmethoden zur Gewinnung ethischer Normen aus der Tora; Elisa Klapheck (Frankfurt a. M./Paderborn)

Mittwoch, 1. Februar 2017
09:00–10:30 Uhr: Buchstabe oder Geist? – Zur Gewinnung ethischer Orientierung aus der Bibel in christlicher Perspektive; 
Christiane Tietz (Zürich)
10:30–11:00 Uhr: Kaffeepause
11:00–12:30 Uhr: Die Ableitung ethischer Normen aus Heiligen Texten aus komparativer Perspektive von Christentum und Islam; Klaus von Stosch (Paderborn)
12:30 Uhr: Tagungsende

 

Weitere Informationen finden Sie in der Universitätsagenda sowie auf dem Flyer des Instituts für Hermeneutik und Religionsphilosophie.

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