1. März – EVZ: «Eine gerechtere Gesellschaft schaffen: Islam und die Verteilung von Reichtum in Nablus

01Mrz2017

Beginn: 19:30

Ort: Lebewohlfabrik, Fröhlichstrasse 23, 8008 Zürich

Lebewohlfabrik, Fröhlichstrasse 23, 8008 Zürich

Eine Veranstaltung des Ethnologischen Vereins Zürich

Eine gerechtere Gesellschaft schaffen: Islam und die Verteilung von Reichtum in Nablus

Viele Menschen im arabischen Raum sehen im Islam die Grundlage für eine gerechtere Gesellschaft.
Wie kommt das?

Der Vortrag gibt Antworten und stützt sich dabei auf eine ethnographische Forschung (2013-14) in der palästinensischen Stadt Nablus. Nablus ist seit 1967 von Israel besetzt. Alltägliche Umgangsformen sind jedoch weiterhin stark geprägt von Konzepten aus dem Koran und Bezüge auf die islamischen Schriften sind omnipräsent. Darin manifestieren sich islamische Vorstellungswelten und Wertesysteme, aus denen sich verschiedene soziale Praktiken ergeben.

Emanuel Schäublin zeigt dies am Beispiel der Versorgung von armen Familien in der Stadt. Angesichts der politisch fragilen Lage, eröffnen Gesten der Grosszügigkeit einen ethischen Horizont, der das Gefühl einer gewissen Stabilität ermöglicht

Emanuel Schaeublin hat 2016 an der Universität Oxford eine anthropologische Doktorarbeit über Gabe, Tausch und die Rolle islamischer Textfragmente in sozialen Interaktionen in Nablus (Palästina) abgeschlossen. Zuvor studierte er Arabisch und Philosophie an der Universität Genf mit längeren Aufenthalten im Jemen, Palästina, Ägypten und Syrien. Von 2007-2010 forschte er über Islam und humanitäre Hilfe am Graduate Institute in Genf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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