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Tages-Anzeiger vom 26. November 2017: «Asylsuchende wegen Imams in Angst»

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) stellt im Rahmen eines einjähriges Pilotprojekt im Bundesasylzentrum Juch in Zürich den Asylsuchenden ein freiwilliges Angebot muslimischer Seelsorgebetreuung zur Verfügung.
Die verschiedenen SeelsorgerInnen decken dabei mehrere Sprachen ab, zwei der SeelsorgerInnen auch türkisch. 
Gemäss Tages-Anzeiger (TA) vom 26.11 gab es nun Reklamationen gegenüber einem der SeelsorgerInnen aufgrund von Ängsten vor dem Hintergrund übergeordneter inner-türkischer Konfliktpositionen.
Gemäss TA beschwerten sich ein asylsuchendes Ehepaar, das sich der Gülen-Anhängerschaft zurechnet sowie türkische Kurden bei der AOZ über einen der Seelsorger, der im Hauptpensum in einer Moschee angestellt ist, die wiederum von der Türkisch-Islamischen Stiftung für die Schweiz geleitet wird. 
Direkte Vorwürfe gegen den Seelsorger liegen jedoch keine vor. 
Dem angegriffenen muslimischen Seelsorger war eine solche Beschwerde bis anhin nicht bekannt. Er sieht sich als Imam im Dienst am Menschen, unabhängig der Religion, ohne Doppelmoral. Auch ist nicht bekannt, ob diese Asylsuchenden seelsorgerische Betreuung nachsuchten, sich also an andere SeelsorgerInnen wandten.
 
Muslimische SeelsorgerInnen wurden im Rahmen des Pilotprojekts von der Vereinigung Islamischer Organisationen in Zürich dem SEM im Juni 2016 vorgeschlagen. Diese wurden vom SEM und dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) geprüft.
Das SEM hält zu den Reklamationen fest: “Solange keine Hinweise auf einen Missbrauch oder einen Verstoss gegen Strafnormen vorlägen, gebe es keinen Grund einzuschreiten.“ 
Diese Argumentation wird auch von der Zürcher Regierung geteilt.
 
Den ganzen Artikel finden Sie hier. (ggfs. Login erforderlich)
 
Quelle: tagesanzeiger.ch, 26.11.2017
Bildquelle: Screenshot von tagesanzeiger.ch vom 26.11.2017