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SRF Echo der Zeit vom 28. November 2017: «Mit Imam-Ausbildung gegen Radikalisierung?»

Imam Sakib Halilovic (Vorstandsmitglied er VIOZ) im SRF-Interview vom 28.11.2017 über mögliche Lösungen zur Qualitätssicherung im Bereich der Moschee-Prediger und einer Schweizerischen Ausbildung für Imame.
Ein erster Schritt kann bspw. gemäss Vorschlag der VIOZ eine, in Absprache mit den zuständigen Ämtern der Kantone offizielle Zertifizierung für die angestellten Imame sein.

” […] Das neue Nachrichtendienstgesetz ist erst seit September in Kraft, so schnell kann daran nicht gerüttelt werden. «Religion ist eine Frage der Kantone. Sie kann nicht in einem Bundesgesetz geregelt werden», sagt André Duvillard, Delegierter des Sicherheitsverbunds Schweiz. […] Die Ideologie einer Religionsperson abzuklären sei hingegen nicht Sache der Behörden, betont der Delegierte des Sicherheitsverbunds Schweiz. Da müssten die muslimischen Gemeinden aktiv werden. «Sie müssen schauen, dass sie die richtige Person angestellt haben und bei Bedarf bei den Behörden nachfragen.»

Geprüft werde heute sehr sorgfältig, sagt Imam Sakib Halilovic, ein gebürtiger Bosnier. Radikale Imame kämen nur sehr selten vor. Bei den Reise-Predigern, den Vorbetern, die nur für eine kurze Zeit verpflichtet werden, sei man aber eine Zeit lang zu blauäugig gewesen, räumt er ein: «Da muss man klipp und klar sagen, dass Muslime da eine Weile lang ziemlich naiv waren.»
Halilovic ist im Vorstand der Vereinigung islamischer Organisationen in Zürich. Von Überwachung hält er nichts, vielmehr schlägt er vor, eine Zertifizierung für Imame einzuführen, eine Art Qualitätssicherung:

Man sollte in Absprache mit den zuständigen Ämtern der Kantone eine offizielle Zertifizierung der angestellten Imame einführen. So könnte man verhindern, dass irgendjemand aus der Gemeinde auf die Kanzel geht und predigt, was er will.
Imam Sakib Halilovic, VIOZ

Etwas konkreter: Imame, islamische Dachorganisationen der Kantone und die zuständige Behörde erstellen zum Beispiel einen Zertifizierungs-Katalog. Dieser könnte allen die Sicherheit geben, dass der richtige Imam angestellt werde. «Dass jemand schön redet, bedeutet auf keinen Fall, dass er ein guter Mensch ist.» […] Die Universität Genf bietet schon jetzt Weiterbildungskurse für Imame an der theologischen Fakultät an. In Freiburg etwa werden Workshops und Studiengänge zum Thema Islam organisiert. Diese Angebote sind aber freiwillig, muslimische Prediger sind nicht verpflichtet, die Kurse zu besuchen. […]”

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Quelle: srf.ch, 28.112017
Bildquelle: Screenshot von srf.ch vom 28.11.2017