reformiert.info vom 23. Februar 2018: «Seelsorge für alle»

“Der Kanton will, dass auch die muslimische Bevölkerung in Krisensituationen Beistand bekommt. Zusammen mit der «Vereinigung der muslimischen Organisationen in Zürich», kurz VIOZ, lanciert er dafür ein Seelsorgeprojekt.
Die Kirchen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Immer häufiger betreuen christliche Seelsorger und Seelsorgerinnen in Spitälern und bei Einsätzen der Blaulichtorganisationen auch Menschen mit muslimischen Hintergrund. Wenn nötig rufen sie Imame hinzu, die sich dann ehrenamtlich engagieren, wenn sie überhaupt die Zeit finden. Der Kanton wolle diese Lücke jetzt schliessen und eine tragfähige muslimische Seelsorge aufbauen, gab Jacqueline Fehr, Direktorin des Departements der Justiz und des Innern, an einer Medieninformation bekannt. «Wir leisten hier Pionierarbeit», fügte die Religionsministerin hinzu.

Das Pionierprojekt gründet nicht auf Sand, sondern auf strategischen Überlegungen. Der Zürcher Regierungsrat hat sich Ende letztes Jahr in seinen Leitsätzen zum Verhältnis zwischen Staat und Religion für eine verbindliche Zusammenarbeit mit nicht-anerkannten Religionsgemeinschaften ausgesprochen. Fast zeitgleich verabschiedete der Bund den nationalen Aktionsplan gegen Terrorismus, in dem er die Kantone unter anderem auffordert, die Aus- und Weiterbildung von Seelsorgenden nicht-anerkannter Religionsgemeinschaften zu ermöglichen. […]”

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Quelle: reformiert.info, 23.02.2018
Bildquelle: Screenshot von reformiert.info vom 23.02.2018