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NZZ vom 9. Dezember 2017: «Der Staat und die vielen Religionen»

“Die Zürcher Regierung legt sieben Leitsätze zum Umgang mit dem religiösen Pluralismus vor. […] Von einer Zürcher Erfolgsgeschichte sprach Fehr. Das friedliche Zusammenleben der Religionen hat im Kanton bei aller Hitze der Debatten seit Jahrzehnten eine grosse Konstanz. Auf die Zunahme der katholischen Bevölkerung reagierte man 1963 mit der verfassungsrechtlichen Anerkennung der römisch-katholischen Körperschaft. Frühere Versuche, auf die zweite Welle der Pluralisierung seit der Jahrtausendwende zu reagieren, scheiterten aber. Es blieb bei der privatrechtlichen Anerkennung zweier jüdischer Gemeinden. Für das Verhältnis zu den neuen islamischen Gemeinschaften, aber auch zu der grossen Zahl von Menschen ohne religiöse Bindung existieren keine Handlungsgrundlagen des Staates.
Mit den sieben Leitsätzen in der Broschüre «Staat und Religion im Kanton Zürich. Eine Orientierung» hat die Regierung in mehreren Sitzungen einerseits ihre eigene Haltung geklärt, bevor sie in einen intensiveren Dialog mit den Religionsgemeinschaften treten will. […] Fehr ordnete das Papier einer zweiten Phase der Auseinandersetzung mit dem heutigen religiösen Pluralismus zu, der Phase der Analyse. Ihr voraus sei die Phase der Aufregung gegangen; folgen müsse eine Phase der Lösungen. […]

Von den religiösen Gemeinschaften, auch von der Vereinigung der islamischer Organisationen und vom Verband orthodoxer Kirchen, seien die Leitsätze gut aufgenommen worden.

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Quelle: nzz.ch, 09.12.2017
Bildquelle: Screenshot von nzz.ch vom 09.12.2017