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NZZ vom 20. Februar 2017: «Schüsse in Zürcher Moschee – Im Schatten des Amoklaufs»

VIOZ Vorstandsmitglied Markus A. Klinkner im NZZ Interview über die zunehmende islamfeindliche Stimmung, unter der vor allem Musliminnen leiden. Ebenfalls äussert sich Bashir Gobdon vom Somalischen Kulturverein zum Anschlag in dessen Räumen.

“[…] Die Attacke auf die somalische Moschee ist nicht der einzige Angriff auf Muslime in der Schweiz. Die VIOZ registrierte mehrere Fälle von Vandalismus und zahlreiche Übergriffe auf Einzelpersonen. «Wir verzeichnen seit einigen Monaten einen starken Anstieg von Drohungen gegen muslimische Einrichtungen», sagt Markus Klinkner, Sicherheitsbeauftragter der Organisation. Von den Übergriffen betroffen seien fast immer Frauen, die als Musliminnen erkennbar seien. Dass sie beschimpft oder an ihrem Kopftuch gerissen würden, sei mittlerweile Alltag. […]

Insbesondere für religiöse Einrichtungen der jüdischen und der muslimischen Minderheiten besteht heute ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.
Markus A. Klinkner

[…] Die Fälle von Vandalismus und die Übergriffe zeigten, dass die Bedrohung Realität sei. Für ihn ist klar, dass es in Sicherheitsfragen Nachholbedarf gibt […] Die hierfür benötigten finanziellen Mittel müssten im Rahmen eines Gesamtkonzepts von den Behörden definiert werden.

[…]Der VIOZ-Sicherheitsbeauftragte Markus Klinkner kritisiert jedoch auch die Gleichgültigkeit der Politik. «Wir spüren die Ablehnung, fühlen uns aber mit dieser weitestgehend alleingelassen.» Klare solidarische Bekenntnisse aus der Politik seien sehr wichtig. «Wir haben viele, zum Teil emotionale Reaktionen von Muslimen erhalten. Sie hätten sich wenigstens eine minimale Anteilnahme gewünscht.» Zudem beunruhige die muslimische Gemeinschaft, dass bisher zum Profil des Attentäters fast nichts bekanntgegeben worden sei. […]”

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Quelle: nzz.ch, 20.02.2017
Bildquelle: Screenshot von nzz.ch vom 20.02.2017