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NZZ vom 12. November 2016: «Das System der umstrittenen Gastprediger»

Dr. Mahmoud El Guindi im NZZ interview vom 12.11.2016 über die Anstellung von Imamen und Gastprediger in Moscheen.

Es sei auch wichtig, dass hiesige Prediger eine Landessprache sprächen. «Der Imam ist eine Vorbildperson und eine Person der Öffentlichkeit.» Er solle die Gläubigen motivieren, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Dr. Mahmoud El Guindi, Präsident VIOZ

“[…] Auf die Vorfälle in Winterthur hat der Dachverband reagiert. Er suspendierte die Betreiber der An-Nur-Moschee. Präsident El Guindi sagt, man wolle kein Mitglied tragen, dass es nicht schaffe, ausreichende Vorkehrungen gegen Menschen mit extremen Ansichten zu treffen. Eine Schliessung hält er jedoch nicht für sinnvoll. Im Gegenteil: Die Moschee solle bestehen bleiben und neu strukturiert werden. «Nicht die Moschee hat falsch gehandelt, sondern einzelne Personen», konstatiert El Guindi. Strafrechtliches nachzuweisen, sei aber Sache der Justiz.

Der Vioz-Präsident versteht, wenn eine Moschee ganz auf Gastprediger verzichtet, um extremistische Elemente zu verhindern. Er hält aber auch fest, dass die Mehrheit der Gastprediger in der Schweiz keine Probleme verursachen. «Es sind immer isolierte Einzelfälle, die Schlagzeilen machen.» Imame aus dem Ausland seien wichtig, weil die Schweiz keine eigenen islamischen Theologen ausbilde. «Die Vioz unterstützt deshalb seit langem entsprechende Initiativen.» Es sei auch wichtig, dass hiesige Prediger eine Landessprache sprächen. «Der Imam ist eine Vorbildperson und eine Person der Öffentlichkeit.» Er solle die Gläubigen motivieren, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. […]”

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Quelle: nzz.ch, 12.11.2016
Bildquelle: Screenshot nzz.ch vom 12.11.2016