Limmattaler Zeitung vom 2. Februar 2018: «Bekämpfung von Extremismus: ‘Der Kanton Zürich spielt eine Vorreiterrolle’»

“Bundesrätin Simonetta Sommaruga machte sich gestern ein Bild davon, was der Kanton Zürich im Kampf gegen Radikalisierung an Nachahmenswertem für die Schweiz vorzuweisen hat. Dazu besuchte sie unter anderem die Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf. […] Sommaruga wurde in Winterthur von Stadtrat Nicolas Galladé (SP) empfangen; ihm untersteht die Fachstelle. Den ganzen Tag hindurch begleitet wurde sie von der Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP). […]

Am Morgen hatte Sommaruga das Zentrum für Kinder- und Jugendforensik der Psychiatrischen Uniklinik besucht. Hier wurde von Fachleuten ein Programm zur Deradikalisierung jugendlicher Straftäter entwickelt.
Die nächste Station im Besuchprogramm war die Strafanstalt Pöschwies. Auch wenn es bei der Extremismusbekämpfung nicht nur um den Islamismus geht, so spielt er doch eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang als beispielhaft gilt die Pöschwies unter anderem deshalb, weil sie als erste Schweizer Strafanstalt einen hauptamtlichen Imam beschäftigt.
Sakib Halilovic hat seine Arbeit am 1. Juni aufgenommen und kann einen CAS in Gefängnisseelsorge vorweisen. Absolviert hat er die dreijährige Ausbildung an der Universität Bern bei seinem evangelischen und ebenfalls in der Pöschwies tätigen Kollegen Frank Stüfen. Wie dieser gestern mitteilen konnte, wurde an der Uni Bern gerade der Grundsatzentscheid gefällt, dass ein entsprechender Kurs auch für Imame aufgegleist wird, die keine universitäre Vorbildung vorweisen können und nur mit kleineren Pensen in Gefängnissen tätig seien. Imam Halilovic verneinte gestern auf Anfrage, dass es in der Pöschwies radikalisierte Gefangene gebe. […]”

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Quelle: limmattalerzeitung.ch, 02.02.2018
Bildquelle: Basierend auf Screenshot von limmattalerzeitung.ch vom 02.02.2018