kath.ch vom 10. April 2018: «Muslimische Seelsorge steht noch am Anfang»

“«Wir sind noch neu in dem Gebiet.» Mit diesem Satz brachte die St. Galler Spitalseelsorgerin Nazlije Memeti an einem Podium am Montag in Zürich den aktuellen Stand der muslimischen Seelsorge in der Schweiz auf den Punkt.

Das Podium wurde vom «Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft» (SZIG) zum Deutschschweizer Abschluss des nationalen Projekts «Muslimische Organisationen als gesellschaftliche Akteure» organisiert. Das Projekt wurde vom Staatssekretariat für Migration (SEM) aus Mitteln des Integrationskredits des Bundes und von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) unterstützt. Aufgrund der guten Erfahrungen fördert das SEM weiterhin das Projekt des SZIG.

Auf dem Podium unter der Leitung von NZZ-Redaktor Simon Hehli sassen drei Personen aus dem Bereich praktische Seelsorge und zwei Personen, die eher im Hintergrund wirken. Thema war die praktische Seelsorge bei Muslimen. Diese steht am Anfang, sagte Nazlije Memeti, muslimische Seelsorgerin am Kantonsspital St. Gallen. […]

Über die Arbeit in diesen Workshops legte der Sekretär der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ) , Muris Begovic, Zeugnis ab. Er sei nie unter Druck gesetzt worden. Die Organisatioren der Workshops hätten feinfühlig etwa auf die Gebetszeiten der Muslime Rücksicht genommen. Der SZIG habe sich als ideales Bindeglied zwischen Behörden, Kirchen und den Muslimen erwiesen. Diese Workshops hätten zudem gezeigt, dass sich in der Schweizer Gesellschaft viel mehr Muslime engagierten, als dies der VIOZ bisher bekannt gewesen sei. Dank dem SZIG-Projekt sei der Dialog mit den Muslimen von der persönlichen Zusammenarbeit auf eine «institutionelle» Ebene gehoben worden. […]”

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Quelle: kath.ch, 10.04.2018
Bildquelle: Screenshot von kath.ch vom 10.04.2018