20min vom 27. Mai 2018: «Schweizer Islam – Die SP fordert die Anerkennung des Islams»

“Für den Islam sollen in der Schweiz die gleichen Regeln gelten wie für die Landeskirchen, verlangt die SP. Doch sind die muslimischen Organisationen zu diesem Schritt bereit?

Im Ausland ausgebildete Imame, die von der Türkei oder Saudiarabien bezahlt werden und in Hinterhofmoscheen radikale Formen des Islam predigen: Die SP will diesem Treiben einen Riegel schieben. […] Die Anerkennung sei aber an bestimmte Bedingungen gebunden, heisst es im SP-Positionspapier: «Die anerkannten Glaubensgemeinschaften sollen unter einer kantonalen Aufsicht stehen.» […] Schweizerische muslimische Gemeinschaften sollen im Gegenzug das Recht erhalten, Steuern einzuziehen und in Gefängnissen, Spitälern oder in der Armee Seelsorge zu betreiben. Schweizer Universitäten sollen Ausbildungslehrgänge für Imame anbieten. «Wir brauchen einen Schweizer Islam», sagt SP-Präsident Levrat. […]

Anerkennung der «richtige Schritt»

«Es kann natürlich sein, dass gewisse muslimische Randgruppen solche Bedingungen nicht akzeptieren wollen», sagt Mahmoud El Guindi, Präsident der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ).
Der grosse Teil der muslimischen Gemeinschaften sei aber dazu bereit, sich an die gleichen Regeln zu halten, wie die Landeskirchen auch. In der staatlichen Anerkennung des Islams sieht er einen wichtigen Schritt für die Integration der Muslime in der Schweiz. «Daher begrüsse ich das Strategiepapier der SP», sagt El Guindi. Viele Schweizer seien dem Islam aber noch immer sehr misstrauisch eingestellt. «Es braucht also weiterhin einen Dialog zwischen den Religionen und Kulturen.» […]”

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Quelle: 20min.ch, 27.05.2018
Bildquelle: Screenshot von 20min.ch vom 27.05.2018